Ob zum Grillen, als leichter Dip für Rohkost oder als unschlagbares Duo mit Pellkartoffeln: Mein frischer Kräuterquark ist der absolute Allrounder der schnellen Küche. Statt im Supermarkt zum Fertigprodukt zu greifen, kannst du Kräuterquark blitzschnell selber machen.
Die frischen Garten- und Küchenkräuter erinnern an Omas Kräuterquark, der selbst einfachste Speisen wie Pellkartoffeln raffiniert in Szene setzt. Gerade bei einem Rezept mit so wenigen Zutaten wirst du aufgrund der intensiveren Aromen im Vergleich immer die selbstgemachte Variante herausschmecken.

Zutaten für meinen Kräuterquark
Der klassische Kräuterquark kommt mit wenigen Zutaten aus. Besonders wichtig für den vollen Geschmack: frische Kräuter. Sie schmecken viel aromatischer als gefriergetrocknete Kräuter oder Tiefkühlkräuter. Letztere sind zwar eine gute Alternative, wenn einmal keine frischen Küchenkräuter zur Verfügung stehen, sie schmecken aber häufig etwas weniger intensiv.
Weitere Zutaten, um den leckeren Kräuterquark selber zu machen, sind:
- Speisequark – der Quark mit 20-prozentiger Fettstufe ist die Basis für mein Rezept. Er sorgt ohne zusätzliche Sahne oder Milch für eine wunderbar cremige Konsistenz und dient als idealer Geschmacksträger für die ätherischen Öle der Kräuter.
- Frischer Schnittlauch bringt eine milde, feine Schärfe mit, die an Zwiebeln erinnert.
- Frischer Dill verleiht dem Quark eine fein-herbe Geschmacksnote und ein zugleich süßlich-würziges Aroma.
- Frische Kresse verleiht dem Kräuterquark zusätzlich eine dezente, senfartige Schärfe, vergleichbar mit Rettich, und sorgt für geschmackliche Tiefe.
- Der Saft einer frischen Zitrone belebt mit seiner zitrischen Note das reichhaltige Milchprodukt und sorgt für einen herrlichen Frische-Kick. Noch mehr Zitrusaroma bekommst du, wenn du zusätzlich feinen Abrieb einer unbehandelten Zitronenschale hinzugibst.
- Das Kräutersalz unterstreicht die frischen Komponenten, während der frisch gemahlene schwarze Pfeffer die Schärfe abrundet.

Die besten Kräuterquark-Kombinationen
Ein selbstgemachter Kräuterquark ist ein echter Allrounder in der Küche und weit mehr als nur ein einfacher Dip oder Aufstrich. Je nachdem, wie du ihn kombinierst, wird daraus ein leichtes Fitness-Gericht, ein rustikaler Klassiker oder der Star auf dem kalten Partybuffet.
- Kartoffel-Klassiker: Zu frisch gekochten Pellkartoffeln oder knusprigen Ofenkartoffeln passt der Kräuterquark einfach perfekt. Die Hitze der Kartoffeln lässt die ätherischen Öle im erfrischenden Quark so richtig aufblühen.
- Grillparty: Ob zu gegrillter Zucchini, Aubergine oder zu Fleisch – der kühle Quark ist der ideale, frische Gegenspieler zum heißen und herzhaften Grillgut.
- Fitness-Snack: Knackig-frische Rohkost wie Gurken, Karotten, Sellerie und Paprika kannst du prima in handliche Streifen schneiden und in den Quark dippen. Wer es besonders fitnesstauglich haben möchte, kann anstellte des fetthaltigen Speisequarks auch Magerquark, mit einem Schuss Wasser oder Milch aufgeschlagen, verwenden.
- Brotzeit: Eine dicke Scheibe frisches, krustiges Bauern- oder Wurzelbrot, großzügig mit meinem Kräuterquark bestrichen, schmeckt einfach immer! Mein Tipp für Genießer: Träufle nach traditioneller Art noch ein paar Tropfen hochwertiges Leinöl darüber.
- Ofengemüse-Topping: Eine Portion frisches Ofengemüse mit Kartoffeln vom Blech kannst du prima mit ein paar großen Quark-Klecksen verfeinern.
- Feuriger Kick: Wenn du mehr Schärfe magst, gib vor dem Servieren einfach ein paar rote Chiliflocken, frisch gemahlenen Cayennepfeffer oder fein geschnittene, frische Peperoni über den Quark.

Wissenswertes rund um den Quark mit Kräutern
- In einen klassischen Kräuterquark gehört neben der Quarkbasis immer eine feine Auswahl an frischen Kräutern. In vielen Varianten findest du Schnittlauch, Dill und Petersilie für würzige bist leicht scharfe Nuancen. Salz und Pfeffer sorgen immer für eine gewisse Grundwürze und für die säuerliche Komponente kommt meist Zitronensaft zum Einsatz. Natürlich steht dir frei, deine eigene Version des Kräuterquarks zu kreieren, zum Beispiel indem du Knoblauch, gewürfelte Schalotten oder eine Frühlingszwiebel hinzufügst.
- Welchen Quark du für deinen Kräuterquark verwendest, hängt ganz von deinen persönlichen Vorlieben ab. Du hast die Wahl zwischen magerem Speisequark oder fetthaltigeren Stufen, mit 20 Prozent oder 40 Prozent Fettanteil. Während dir der Magerquark hervorragende Nährwerte mit viel Eiweiß und kaum Fett liefert, ist der fetthaltigere Quark von Natur aus cremiger und transportiert den Geschmack der übrigen Zutaten besser.
- Bei selbstgemachtem Kräuterquark hast du immer im Blick, welche Zutaten wirklich in der Rührschüssel und anschließend auf deinem Teller landen. Je nachdem wie du ihn zubereitest und mit welchen anderen Lebensmitteln du ihn kombinierst, eignet er sich ideal für die gesundheitsbewusste Küche. Wer auf versteckten Zucker, künstliche Aromen oder Verdickungsmittel verzichten will, greift also lieber nicht zum gekauften Fertigquark.

Weitere leckere Dips und Aufstriche findest du bei meinen Dip-Rezepten. Für dein nächstes Grillfest empfehle ich dir unbedingt meine Mayonnaise, den selbstgemachten Ketchup und die Aioli ohne Ei. Zu Kartoffelgerichten wie Kumpir passt übrigens auch meine Sour Cream ganz hervorragend – schau gerne einmal vorbei!
Klassischer Kräuterquark – schnell und einfach
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ZUTATEN
- 500 g Speisequark – 20 % Fett i. Tr.
- 30 g Schnittlauch, frisch
- 30 g Dill, frisch
- 1 Beet Kresse, frisch
- 2-3 EL Saft einer frischen Zitrone
- Kräutersalz
- schwarzer Pfeffer aus der Mühle
ANLEITUNG
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Die 30 g Schnittlauch wäschst du und schneidest ihn in kleine Röllchen. 30 g Dill wäschst du, lässt ihn trocknen und hackst ihn mit den Stängeln fein. Die Kressespitzen schneidest du vom Kressebeet ab, spülst sie im Sieb kurz ab und trocknest sie.TIPP: Du kannst natürlich nach Lust und Laune mit anderen Kräutern aus deinem Kräutergarten variieren.
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Die 500 g Quark gibst du in eine Schüssel. Dazu kommen alle Kräuter und du vermengst alles gut miteinander.
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Mit Zitronensaft, Kräutersalz und schwarzem Pfeffer aus der Mühle nach Belieben abschmecken.
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Den Kräuterquark kühl stellen oder direkt servieren.
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Ich wünsche dir guten Appetit.