Wenn ich an Bella Italia denke, geht mein Herz auf und ich weiß immer noch nicht so recht wo diese Verbundenheit mit diesem Land, seiner Menschen und natürlich dem unverwechselbaren Essen herkommt. Vielleicht liegt es daran, dass ich dort schon als Kind sehr oft Urlaub gemacht habe und natürlich als Erwachsene auch. Leider viel zu selten. Ligurien steht als Reiseziel immer wieder ganz weit oben auf meiner Liste. Ein schmaler Landstrich, eingebettet in einer malerischen Landschaft umgeben vom Mittelmeer und den Alpen, an denen mein Herz ebenfalls sehr hängt.
Es gibt eine Spezialität aus Ligurien der kann ich bis heute und auch ganzjährig nicht widerstehen. Sie stammt genau gesagt aus der Region um Genua: Die „Torta Pasqualina“ (Pasqua=Ostern), eine Gemüsetorte mit Spinat oder Mangold, Ricotta und Ei. Sie wurde früher hauptsächlich in der Osterzeit zubereitet und das ganz schön aufwendig, sage ich Dir.

Traditionell verwendete man nicht weniger als 33 Teigschichten eines speziell zubereiteten, knusprigen Teiges, symbolisch für die 33 vollendeten Lebensjahre Jesu Christi. Heute nimmt man in den Rezepten 8 bis 10 Teigschichten und die Zubereitungsdauer beläuft sich trotzdem noch auf ca. 3 Stunden.

Bei mir muss es immer einfach gehen
Leider habe ich nicht so oft die Zeit für diese lange Zubereitung, auch außerhalb der Osterzeit. Meine Torta Pasqualina sprich meine Spinattorte mit Ricotta und Ei-Nester habe ich deshalb etwas umgemodelt und sie kann geschmacklich auf jeden Fall mithalten.

Der Trick mit dem Turbo-Teig
Der Grund für den Turbo-Booster ist, dass ich die aufwendige Teigzubereitung für die Spinattorte einfach weglasse und gekaufte Strudelteigblätter aus dem Kühlregal nehme. Auch Filo- Oder Yufkateig genannt. Der Teig ist ebenfalls herrlich knusprig, auch wenn er natürlich nicht exakt die Konsistenz des Originals hat. Bei den Eiern achte ich ganz besonders für die Spinattorte darauf, dass sie super, super frisch sind. Das ist aber nur so ein Tick von mir, denn es gibt aus Sicht der Zubereitung überhaupt keinen Grund dafür.

Die Spinattorte mit Ricotta und Ei-Nester – nicht nur in der Oster-Zeit ein Hit
Die Spinattorte passt übrigens nicht nur perfekt auf das Osterbuffet sondern auf jedes andere Buffet das ganze Jahr über. Sie passt auch ideal, wenn Du liebe Gäste zum Abendessen erwartest, einfach ein knackiger, grüner Salat dazu, fertig. Solltest Du Kinder haben und das Glück, dass sie Spinat mögen 😉 , dann passt sie ebenfalls prima auf den Sonntagstisch. Eine schöne Alternative zu dem Spinat ist auch mein Mangold-Rezept.
Denn sie ist und bleibt etwas besonderes, die Spinattorte mit Ricotta und Ei-Nester aus Bella Italia.
Ein weiterer herzhafter Snack dennoch Dir empfehlen kann für Deine Ostertafel sind meine Blätterteig-Muffins mit Spinat und Räucherlachs.
Spinattorte mit Ricotta und Ei-Nester
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ZUTATEN
DU BENÖTIGST EINE AUFLAUFFORM MIT CA. 26 CM DURCHMESSER
- 1 Päckchen Strudelteigblätter/Filo- oder Yufkateig, 250g – aus dem Kühlregal, z.B. von Tante Fanny
- 1000 g Blatt-Spinat – TK-Produkt aufgetaut oder frischen Spinat blanchiert – Alternativ Mangold
- 500 g Ricotta
- 8 Eier, Größe M – gerne Bio
- 80 g Parmesan – frisch gerieben
- 40 g Semmelbrösel – gerne vom Bäcker
- 3 EL ca. Olivenöl
- 2 TL Majoran, getrocknet
- Muskat – frisch gerieben
- Salz und Pfeffer
- 1 Eigelb, Größe M – zum Bestreichen
ANLEITUNG
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Rechtzeitig den Backofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.
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Dann den aufgetauten oder blanchierten/abgekühlten Blatt-Spinat fest auspressen, fein hacken und mit Salz, Pfeffer und 2 TL getrocknetem Majoran würzen.
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Dann verquirlst Du 2 der Eier mit 3 EL von dem fein geriebenen Parmesan und den Semmelbröseln.
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Jetzt gibst Du den Ricotta zu der Ei-Parmesan-Semmelbrösel-Masse, vermengst alles miteinander und würzt kräftig nach Geschmack mit Salz, Pfeffer und frisch geriebenem Muskat.
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Im Anschluss hebst Du den Spinat unter und stellst die Masse beiseite. Dann kann sie auch noch etwas durchziehen.
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Jetzt schichtest Du 8 Strudelteigblätter in Deine leicht eingeölte Springform: Immer etwas versetzt, so dass die Strudelteigblätter über den Rand hängen. Jedes Strudelteigblatt bepinselstDu leicht mit Olivenöl bevor Du das Nächste darauf legst.
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Das Oberste, also das 8. Strudelteigblatt wird NICHT eingeölt.
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Jetzt gibst Du Deine Spinat-Ricotta-Masse in Deine Form, streichst sie etwas glatt und drückst mit einem Esslöffel 6 Vertiefungen hinein. Eine in der Mitte und fünf außen rum.
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Im Anschluss kommt nacheinander in jede Vertiefung ein Ei hinein. Dabei solltest Du jedes Ei vorsichtig aufschlagen und in die Vertiefungen gleiten lassen (Ich gebe jedes Ei zur Vorsicht zuerst in ein kleines Schüsselchen). Jetzt noch etwas Salz und Pfeffer über die Eier geben.
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Nun streust Du den restlichen, geriebenen Parmesan darüber.
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Zum Abschluss ganz vorsichtig, nacheinander und versetzt die restlichen Strudelteigblätter einschichten und dazwischen wieder leicht mit Öl bestreichen. Das oberste Teigblatt allerdings nicht. Jetzt die “überlappenden Teigränder” nach innen aufrollen. Dabei “zerfällt” der Strudelteig etwas und gibt eine schöne Optik.Nun das oberste Strudelteigblatt noch mit dem verquirlten Eigelb bestreichen.
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Jetzt kommt die Spinattorte auf der zweiten Schiene von unten für 45 Minuten in den vorgeheizten Backofen. TIPP: In den letzten 15 Minuten legst Du am besten noch ein Stück Backpapier darüber, damit Dir die Spinattorte nicht zu dunkel wird.
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Am besten lauwarm servieren. Ich wünsche Dir einen guten Appetit!